Maulwurfschreck
Maulwurfschreck
Maulwurf Lebendfalle
Maulwurf Lebendfalle
Maulwurfbekämpfung
Maulwurfbekämpfung

Der Maulwurf


Der Maulwurf ist perfekt an seine Umwelt angepasst!
Das Leben unter der Erde hat ihn geprägt, und der Maulwurf konnte sich im Laufe der Evolution perfekt an seinen Lebensraum anpassen.

So trägt er ein seidiges, weiches und dunkelgrau bis schwarz glänzendes Fell. In diesem verschwinden Augenhöhlen und Ohren fast vollständig.
Nur die beiden dunklen Knopfaugen ragen etwas hervor.

Die vorderen Gliedmaße sind beim Maulwurf als Grabhände ausgebildet und mit einer äußerst kräftigen und sehr ausgeprägen Muskulatur versehen. Diese Grabschaufeln sind breit und etwas nach außen gekehrt. So können Sie ihre Aufgabe, nämlich das Beiseite räumen großer Erdmassen ideal bewältigen.

Neben der Grabwerkzeuge ist auch das bereits angesprochene Fell für den Maulwurf von Bedeutung. Die unzähligen feinen Härchen, die das Fell des Maulwurfs ausmachen, sind nämlich in den unterschiedlichsten Richtungen angeordnet. Die Haare wachsen also nicht in eine bestimmte Richtung, denn dies würde den Maulwurf bei seinen komplexen Bewegungen im Gangsystem einschränken. Auf diese Art und Weise jedoch passt sich das Fell den verschiedenen Situationen perfekt an, und schenken dem Maulwurf größtmögliche Bewegungsfreiheit.

Auch wenn die Sehsinn beim Maulwurf verständlicherweise nicht sehr ausgeprägt ist, so besitzt dieser umso bedeutsamere Tast- und Geruchssinne. Mit diesen kann sich der Maulwurf in seinem Ganglabyrinth orientieren. Diese Gänge liegen übrigens kaum tiefer als einen Meter unter der Grasnarbe und sind von ovalem Durchmesser.
Mit seinen Grabhänden schaufelt der Maulwurfe bei deren Bau ein Volumen beiseite, das sein Körpergewicht teilweise um ein Vielfaches übersteigt. In sehr lockerem Boden kann sich der Maulwurf auf diese Art und Weise bis zu maximal einen Meter in fünf Minuten fortbewegen.

Auf dem Speiseplan des Maulwurfs stehen wirbellose Tiere. Dabei machen Regenwürmer wohl einen Großteil des Speiseplans aus. Daneben werden aber auch kleine Schnecken, Larven oder Asseln nicht verachtet, sondern gerne verputzt.

Maulwurf Steckbrief

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Insektenfresse (Insectivora)
Familie: Maulwürfe (Talpidae)
Körpergröße (einschließlich Schwanz): 14 bis 16 Zentimeter
Schwanzlänge: bis 3,5 Zentimeter
Körperliche Merkmale: Rumpf walzenförmig, Grabschaufeln als "Hände"
Gewicht: bis zu 80 - 130 Gramm
Geschwindigkeit: maximal 4 km/h
Lebensraum: Ost- und Mitteleuropa
Ernährung: Insekten, Larven, Regenwürmer

Der Maulwurf und das Tierschutzgesetz

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Pelze der putzigen Tiere modern und vorzeigbar. So mancher wollte daher zu dieser Zeit nicht auf Kleidungsstücke aus Maulwurfspelzen verzichten.
So wurden über Jahrzehnte unzählige Maulwürfe getötet, um der neuesten Mode Willen.
Glücklicherweise verbieten dies heute Naturschutzgesetze und Artenschutzverordnungen. Und es zählt der Maulwurf inzwischen zu den besonders geschützten Wildtieren, die nicht getötet oder mit Fallen gejagt werden dürfen.